Opera für lau

“Wir werden unseren Benutzern immer das beste Interneterlebnis bieten – egal mit welcher Maschine. Heute erhält die Mission neue Dimensionen.” Große Worte, die Opera-Chef Jon Stephenson von Tetzchner von sich gibt. Allerdings nicht ohne Grund: Opera, der wohl schlankeste und schnellste Browser auf dem Markt, ist ab sofort Freeware.

Schon vorher gab es eine Gratisversion des Browsers, diese nervte aber ihre Benutzer mit einem eingebauten Werbefenster so lange, bis sie bereits waren, 40 US-$ bzw. 34 Euro zu für die Vollversion zu zahlen, für Werbung völlig blind waren oder wieder zu einem anderen Browser zurückgekehrt sind. Damit ist jetzt Schluß, den Kampf um Marktanteile auf dem Browsersektor gewinnt man nicht mit einem kostenpflichtigen Produkt, während die Konkurrenzprodukte gratis sind.

Zusätzlich kommt Opera 8.5 mit neuen Features: Tabbed Browsing oder die Unterstützung von Skins, wie man es von Mozilla (Firefox) kennt sind Pflichtübungen, als Kür hinzugekommen ist eine umfangreiche Memory Funktion und sowie einige Sicherheitsfeatures. Viele gute Gründe, Opera mal auszuprobieren. Downoad unter http://www.opera.com/download/.

Böser Bildschirmschoner

Gleich noch ein Posting von der Fedora-Mailingliste hinterher. Leute gibt’s…

From: Tom Xxxx
An: fedora-list redhat com
Betreff: Screen Saver Not Funny
Datum: Mon, 19 Sep 2005 20:43:28 -0700 (Di, 05:43 CEST)

FC4 has a screen saver that replicates the scrolling text of a system
that has just experienced a kernel panic crash. The first and second
time I saw this I panicked! I almost went into reinstall system
mode, or even worse, start buying new hardware.

This is not amusing ! I’m now going to disable screen saver and just
power down the monitor.

Für alle Windows-Nutzer, die das mal nachvollziehen wollen, gibt es einen BlueScreen Screensaver.

Hitler und die Großraumdisco

Hitler plante erste Riesen-Disko

Großraumdiscos waren mir schon immer unsympathisch, seit heute weiß ich auch, warum. Sie sind keine Erfindung der letzen Jahre, nein, unter der Überschrift

Memoiren eines Top-Diplomaten enthüllen:
Hitler plante erste Riesen-Disco

berichtet die Bildzeitung heute weltexklusiv, daß die Idee auf Adolf Hitler zurückgeht, der ja angeblich auch die Autobahn erfunden hat. Danke Bild für diese herrliche Schnurre!

eBay übernimmt Skype

Für etwa 2,6 Milliarden US-Dollar übernimmt der Online-Auktionator eBay die Luxemburger Skype Technologies, Hersteller der gleichnamigen Internet Chat- und Telefoniesoftware. Dies teile Skype in einer offiziellen Stellungnahme auf der Unternehmenshomepage mit.

Wenn Skype so erfolgreich ist, wie geplant, kommen auf eBay in 3 Jahern weitere Zusatzzahlungen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar zu. Damit würde die Übernahme einen Gesamtwert von über 4 Milliarden Dollar erreichen.

Bereits seit längerem war über eine Übernahme von Skype spekuliert worden. Im Gespräch war angeblich auch der australische Medientycoon Rupert Murdoch, der sich aber nicht gegen eBay durchsetzen konnte. eBay wird nun Skype in sein Angebot einbinden. So soll es bald möglich sein, daß sich Käufer und Anbieter mittels Skype live unterhalten können.

Die Börse reagiete unterdessen etwas verschnupft auf die Übernahme. Im vorbörslichen Handel verlor die eBay-Aktie gute 2% und rutschte auf 37,84 $. Grund hierfür ist, daß sich eBay in ein völlig neues Geschäftsfeld wagt und von Analysten erstmal keine “Synergieeffekte” erwartet werden. Zudem ist der Markt für Online-Kommnikation hart umkämpft, nachdem zuletzt Suchmaschinenbetreiber Google mit seinem eigenen Messenger GoogleTalk eingestiegen ist. Für eine Kommunkation zwischen Käufer und Verkäufer hätte nach Meinung von Beobachtern auch eine einfache Nutzungsvereinbarung zwischen gereicht.

Offenbar hat also eBay noch weitere Pläne für Skype. Wir dürften also gespannt sein.

Eilige Eilmeldung

Ich weiß nicht, wie das Content-Management-System beim Spiegel funktioniert, es scheint aber einen “roten Knopf” für wichtige Eilmeldungen zu geben. Ein Redakteur hatte es mit der Veröffentlichung seiner Meldung aber scheinbar etwas zu eilig, wie sonst erklärt sich diese Meldung, die am 29.8.2005 für einige Minuten die Aufmerksamkeit auf sich zog?

Eine ganz eilige Eilmeldung des Spiegel

Ganz so wichtig scheint sie dann aber doch nicht gewesen zu sein und verschwand genauso schnell, wie sie gekommen war.

Wahl ohne Gewinner?

Der Spiegel berichtet soeben in einer seiner “Eilmeldungen”, daß wir wahrscheinlich am 18. September nicht mit einem klaren Wahlergebnis rechnen könnnen. Daß es knapp werden dürfte, wird jedem nach den Umfragen klar sein, wohl jeder erinnert sich auch noch an die letzte Bundestagswahl, als sich Edmund Stoiber schon nach den ersten Prognosen als Gewinner feiern ließ, es dann aber nicht wurde. 6000 Stimmen trennten Regierung und Opposition.

Jetzt aber kommt es knüppeldick: Nach dem Tod einer NPD-Kandidatin wurde die Abstimmung im Wahlkreis 160 in Dresden abgesagt und um unbestimmte Zeit verschoben. Die Wahl soll dort bis spätestens zum ersten Oktoberwochenende nachgeholt werden, dafür braucht es einen neuen NPD-Kandidaten bzw. eine neue Kandidatin, neue Stimmzettel, neue Wahlbriefe u. v.a. m.. Knapp 220.000 Wähler umfasst der Wahlkreis 160.

Wenn also das Ergebnis der Bundestagswahl so knapp ausfällt wie beim letzeten Mal, könnten diese Wählerstimmen das Ergebnis entscheidend beeinflussen. 2002 hatte die CDU den Wahlkreis gewonnen.
Auf das amtliche Endergebnis der Bundestagswahl müssen wir in jedem Fall bis zu sechs Wochen warten, unter ungünstigen Umständen sogar auf die Frage, wer in Zukunft die Geschicke Deutschlands lenkt.

Besser gut geklaut…

Nach dem unterhaltsamen Liveticker zum TV-Duell liefert die Süddeutsche ein weiteres interessantes Detail nach. Es scheint, als hätten die Redenschreiber der Union für Angela Merkels Schlußwort bei Ronald Reagan geschrieben. Besser gut geklaut als schlecht getextet, immerhin hat Reagan seine Wahl 1980 gewonnen.

Liebe Wählerinnen und Wähler, in zwei Wochen werden Sie Ihre Entscheidung über die Wahl fällen. Vielleicht hilft Ihnen die Beantwortung einiger Fragen bei Ihrer Entscheidung: Geht es unserem Land heute besser als vor sieben Jahren, als Rot-Grün antrat? Ist das Wachstum höher? Ist die Arbeitslosigkeit niedriger? Haben wir weniger Bürokratie? Sind unsere Rente, Pflege und Gesundheit sicherer?

Angela Merkel im TV-Duell am 4.9.2005

Am nächsten Dienstag ist Wahltag. Am nächsten Dienstag werden Sie alle wählen gehen, werden im Wahllokal stehen und eine Entscheidung treffen. Ich denke, wenn Sie diese Entscheidung treffen, wäre es gut, wenn Sie sich fragen: Geht es Ihnen besser als vor vier Jahren? Ist es leichter für Sie, in den Laden zu gehen und Sachen zu kaufen, als es das vor vier Jahren war? Ist die Arbeitslosigkeit im Land höher oder niedriger als vor vier Jahren? Genießt Amerika so viel Respekt in der Welt wie vorher? Haben Sie das Gefühl, dass unsere Sicherheit so groß ist, dass wir so stark sind wie vor vier Jahren?

Ronald Reagan im TV-Duell am 28.10.1980

Wenn Sie alle diese Fragen mit Ja beantworten, dann haben Sie Ihre Wahlentscheidung wahrscheinlich gefällt. Aber wenn Sie Zweifel haben, wenn Sie nicht wollen, dass es einfach so weitergeht, dann haben Sie die Wahl mit CDU und CSU.

Angela Merkel am 4.9.2005

Und wenn Sie all diese Fragen mit Ja beantworten, dann denke ich, dass Ihre Wahlentscheidung sehr klar ist. Wenn Sie nicht zustimmen, wenn Sie nicht denken, dass dieser Kurs, auf dem wir uns die letzten vier Jahre befunden haben auch der ist, auf dem Sie uns für die nächsten vier Jahre sehen wollen, dann kann ich eine andere Wahloption vorschlagen, die Sie haben.

Ronald Reagan am 28.10.1980

gefunden in der Süddeutschen vom 06.09.2005