Ohne Worte

Ich wußte es immer: Irgendwann kommt der Tag, an dem ich einen Eintrag in meinem Blog “Ohne Worte” betitle. Heute (an meinem 31. Geburtstag) ist es soweit:

Ich hätte nie gedacht, dass man so nah an den Jungs dran sein kann. Manchmal standen Bill und Tom direkt vor uns und haben gewunken. Wir finden alle vier Bandmitglieder toll, die sind uns alle sympathisch, auch Gustav und Georg. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, mich in einen anderen Jungen zu verlieben. Tokio Hotel sind einfach toll, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch vom Charakter.

Die 15jährige Denise im Spiegel. (Hervorhebung von mir)

Picasa für Linux

Google beglückt uns mal wieder, dieses Mal mit der Linux-Version des Bildberabeitungsprogramms Picasa, das ab sofort als öffentliche Betaversion zum Download (englisch multilingual, ca. 20 MB) bereitsteht.

Das wirklich Interessante daran ist: Das Programm wurde nicht wirklich auf Linux portiert, es läuft weiterhin fast die gleiche exe, die ihren Dienst auch unter Windows verrichtet. Um dies zu ermöglichen, bringt Picasa eine eigene Version von Wine mit. Angenehmer Nebeneffekt: Mehr als 200 Patches, die schon in Wine integriert wurden.

Via: Golem

USB-Netlink Kabel unter Linux

Ich besitze ein altes USB 1.1 Laplink-Kabel. Nicht wirklich besonders nützlich, dachte ich bisher. Zuletzt hatte ich es unter Windows 98 benutzt, über ein mitgeliefertes Programm im klassichen 2-Fenster Design konnte man Dateien von einem Rechner auf den anderen verschieben. Unter Windows 2k und XP ist das Ding ziemlich nutzlos, Windows erkennt zwar, daß da ein USB-Kabel ist, weiß aber nichts damit anzufangen. Zeit, es entweder bei ebay zu verkaufen oder mal zu testen, ob es unter Linux läuft.
Es läuft. Mit dem usbnet Treiber. Und wie!

Ein erster Test:

Kabel am ersten Rechner (bei mir Fedora Core) einstecken:

$ ifconfig usb0 10.0.0.1

Kabel am zweiten Rechner (Debian Sarge) einstecken:

$ ifcofig usb0 10.0.0.2
$ ping 10.0.0.1
PING 10.0.0.1 (10.0.0.1) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 10.0.0.1: icmp_seq=1 ttl=64 time=3.52 ms
64 bytes from 10.0.0.1: icmp_seq=2 ttl=64 time=1.79 ms
64 bytes from 10.0.0.1: icmp_seq=3 ttl=64 time=1.78 ms
64 bytes from 10.0.0.1: icmp_seq=4 ttl=64 time=1.74 ms

Das nenne ich mal Hot Plug&Play! Das Interface usb0 verhält sich genau wie eine Netzwerkkarte. Man kann also alles machen, was auch über Ethernet geht: TPC/IP, UDP usw. Keine weitere Software nötig.

Weitere Konfiguration:

Damit eine automatische Aktivierung und Konfiguration der Netzwerkschnittstelle usb0 bein Neustart des Rechners erfolgen kann, gilt es, einige Einstellungen vorzunehmen.

Konfiguration für Fedora Core

Für die Konsolenfaulen: Die Netzwerk-Konfiguration system-config-network starten, unter Hardware eine neue Netzwerkkarte, Typ Ethernet, Modell USB CDC Ethernet driver hinzufügen. Dann unter Geräte eine neue Netzwerkverbindung mit den gewünschten Einstellungen (IP, Gateway, etc.) erstellen. Dummerweise vergibt system-confign-network als Gerätenamen ethX, deshalb nehme ich den Editor meiner Wahl und erstelle eine /etc/sysconfig/networking/devices/ifcfg-usb0:

IPV6INIT=no
ONBOOT=no
USERCTL=yes
PEERDNS=yes
TYPE=Ethernet
DEVICE=usb0
BOOTPROTO=none
NETMASK=255.0.0.0
IPADDR=10.0.2.2
HWADDR=46:F2:FF:99:06:F7

Die Hardware-Adresse kann frei bleiben. Da beim Booten des Fedora Rechners (quasi Server) der Debain Client selten an ist, wähle ich ” ONBOOT=no”. Praktisch: Trotzdem wird die Verbindung durch einen Hotplug-Event gestartet, wenn der zweite Rechner bootet.

Konfiguration für Debain Sarge:

In die /etc/network/interfaces trage ich folgendes ein:

# usb link cable
iface usb0 inet static
address 10.0.2.3
netmask 255.0.0.0
network 10.0.2.0
broadcast 10.255.255.255
gateway 10.0.2.2

Die IP-Adressen 10.0.2.2. und .2.3 habe ich aus Gründen der Übersichtlichkeit gewählt. Auch in anderen Subnetzen (192.168.2.0 für das Ethernet und WLAN) haben die Rechner diese Endziffern.

Probleme:

Manchmal kommt keine Verbindung zustande, der Handshake scheitert. Dann gibt es keine Pings, sondern fragmentierte Pakete oder gar nichts. Der Support für den in meinem Kabel verwendeten PL-2301 Chipsatz von Prolific ist etwas wacklig, zur Zeit hilft nur kurzzeitiges Steckerziehen.

Planet CCRMA goes Fedora Extras

Falls sich jemand über Flut neuer Pakete in Fedora Extras und die Fülle offener und aktueller Paket-Reviews wundert: Das ist Planet CCRMA (sprich “Planet Karma”), die auf Red Hat Linux basierende Sammlung von Audio- und Multimediasoftware der Stanfort University, die jetzt in die Extras integriert wird.

Eine offizielle Ankündigung über den Zusammenschluss beider Repos gibt es bisher nicht, beim letzten FESCO-Meeting wurde das Thema kurz besprochen. Vieles ist noch unklar, beispielsweise die leidige Frage alternativer Kernel in den Extras. All diese Fragen werden jetzt auf der eigens eingerichteten Fedora-music-list diskutiert.

VSFTPD Monitoring

Der vsftpd arbeitet in der Ausgangskonfiguration von Fedora sehr schweigsam. Logwatch schickt einen zwar die wichtigsten Informationen wie fehlgeschlagene Login-Versuche und Transfervolumen, wer aber mehr wissen will, muß etwas Hand anlegen. Ich möchte vorallem wissen, was der vsftpd jetzt macht und nicht, was er gestern gemacht hat. Also habe ich zur /etc/vsftpd/vsftpd.conf die folgenden beiden Zeilen hinzugefügt:

session_support=YES
setproctitle_enable=YES

Die erste Zeile aktiviert den Session-Support, also Logging in /var/log/wtmp. Jetzt tauchen die letzen Sessions auch im Output des last-Befehls auf.

Die zweite Zeile schreibt den Namen der Session in den Programmtitel, den man beispielsweise mit ps sehen kann. Um das ganze etwas komfortabler zu gestalten, ändere ich das initscript /etc/init.d/vsftpd etwas:

status)
status $prog
RETVAL=$?
;;

wird zu

status)
status $prog
RETVAL=$?
ps ax | grep vsftpd | grep -v grep | grep -v init.d | grep -v service
;;

service vsftpd status meldet jetzt:

vsftpd (PID 14122 14120 13231) wird ausgeführt...
13231 ? S 0:00 vsftpd: LISTENER
14120 ? Ss 0:00 vsftpd: 127.0.0.1: connected
14122 ? S 0:00 vsftpd: 127.0.0.1/ftp: IDLE

Funktioniert selbsverständlich auch in Fedoras system-config-services. Das reicht mir für’s Erste, wenn mir noch was auf- oder einfällt, sehen wir weiter.

Fast schon kreativ

Manchmal hat Spam auch einen Unterhaltungswert:

Von: Roger Elke XXXXXX
An: Wolf
Betreff: Medikamente online kaufen
Datum: Mon, 22 May 2006 13:53:53 -0800 (23:53 CEST)

R O L E X
Edle, zeitlos schöne Kopie von Marken-Uhren finden Sie in unserem Online-Shop

Nein, ich meine nicht den grammatikalischen Fehler, sondern den Betreff. Wenn ich Rolex-Replikas an den Mann oder die Frau bringen will, dann doch nicht mit einem Betreff wie “Medikamente online kaufen”. Es sei denn, ich will sicherstellen, daß die Mail auch im dümmsten Spamfilter hängen bleibt. :o

Micoud geht, Diego kommt

Ein Lob an das Management und die Presseabteilung des SV Werder Bremen. Nichtmal die Bildzeitung, Deutschlands amtliches Fußballblatt, hat Wind davon bekommen, daß Spielmacher Johan Micoud Werder nach der nächsten Saison verlassen wird. Als “Die Welt” die Bombe dann vor wenigen Stunden platzen läßt, präsentiert Klaus Allofs auf der Vereinshomepage schon den Nachfolger: Der brasilianische Nationalspieler Diego wechselt vom spanischen Meister FC Porto an die Weser. Der 21-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb gestern einen Dreijahresvertag, Gehalt unbekannt, Stillschweigen auch über die Ablösesumme.

Keine Diskussion während der Saison, keine Informationen über die Ablösesumme. So sieht professionelle Pressearbeit in Bremen aus. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen des FC Hollywood München mal ein Beispiel daran nehmen. Dann hätte Deutschlands Sportpresse allerdings nicht endlos über die Zukunft von Michael Ballack orakeln können. Überraschender Sieger des Kaffeesatzlesens damals: Deutschlands amtliches Fußballblatt.

Official Gentoo-Linux-Zealot translator-o-matic

Toll, daß man die Lesezeichen bei Mozilla (Firefox) auch durchsuchen kann. Da findet man zwar nicht unbedingt das, was man gerade sucht (Notiz an mich selbst: Vielleicht mal sinnvolle Titel verwenden?), aber dafür solche Perlen wie dieses großartige Slashdot-Posting. Ist schon älter und einige von Euch werden es sicher schon kennen, trotzdem muß ich es hier nochmal veröffentlichen, bevor es wieder in den Tiefen meiner Bookmarksammlung verschwindet:

DIE FANBOY MODS
(Score:4, Funny)
by Anonymous Coward on Sunday March 27, @03:50PM (#12061171)
Official Gentoo-Linux-Zealot translator-o-matic

Gentoo Linux is an interesting new distribution with some great features. Unfortunately, it has attracted a large number of clueless wannabes who absolutely MUST advocate Gentoo at every opportunity. Let’s look at the language of these zealots, and find out what it really means…

“Gentoo makes me so much more productive.”
“Although I can’t use the box at the moment because it’s compiling something, as it will be for the next five days, it gives me more time to check out the latest USE flags and potentially unstable optimisation settings.”

“Gentoo is more in the spirit of open source!”
“Apart from Hello World in Pascal at school, I’ve never written a single program in my life or contributed to an open source project, yet staring at endless streams of GCC output whizzing by somehow helps me contribute to international freedom.”

“I use Gentoo because it’s more like the BSDs.”
“Last month I tried to install FreeBSD on a well-supported machine, but the text-based installer scared me off. I’ve never used a BSD, but the guys on Slashdot say that it’s l33t though, so surely I must be for using Gentoo.”

“Heh, my system is soooo much faster after installing Gentoo.”
“I’ve spent hours recompiling Fetchmail, X-Chat, gEdit and thousands of other programs which spend 99% of their time waiting for user input. Even though only the kernel and glibc make a significant difference with optimisations, and RPMs and .debs can be rebuilt with a handful of commands, my box MUST be faster. It’s nothing to do with the fact that I’ve disabled all startup services and I’m running BlackBox instead of GNOME or KDE.”

“…my Gentoo Linux workstation…”
“…my overclocked AMD eMachines box from PC World, and apart from the third-grade made-to-break components and dodgy fan…”

“You Red Hat guys must get sick of dependency hell…”
“I’m too stupid to understand that circular dependencies can be resolved by specifying BOTH .rpms together on the command line, and that problems hardly ever occur if one uses proper Red Hat packages instead of mixing SuSE, Mandrake and Joe’s Linux packages together (which the system wasn’t designed for).”

“All the other distros are soooo out of date.”
“Constantly upgrading to the latest bleeding-edge untested software makes me more productive. Never mind the extensive testing and patching that Debian and Red Hat perform on their packages; I’ve just emerged the latest GNOME beta snapshot and compiled with -09 -fomit-instructions, and it only crashes once every few hours.”

“Let’s face it, Gentoo is the future.”
“OK, so no serious business is going to even consider Gentoo in the near future, and even with proper support and QA in place, it’ll still eat up far too much of a company’s valuable time. But this guy I met on #animepr0n is now using it, so it must be growing!”

Mit links

Das Ding, das er heute reingehauen hat war ein Tor des Jahres, dabei kann er mit dem linken Fuß eigentlich überhaupt nichts.

Torsten “Lutscher” Frings über Miroslav Klose, der gestern zum 6:0 Erfolg gegen den (bereits abgestiegenen) 1. FC Köln 2 Tore beisteuerte. Der Torschütze bedankt sich brav:

Ich kann mit dem linken Bein wenigstens stehen. Lutscher kann überhaupt nichts.

Erneuter Neonazi-Aufmarsch in Münster (Update)

Neues zum 2. von Axel Reiz und seinen “freien Kameraden” vom “Aktionsbüro West” geplanten Neonazi-Aufmarsch in Münster: Die Demonstration hat nicht wie geplant am 15.04.2006 stattgefunden, soweit die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Der Aufmarsch wurde nicht abgesagt, sondern nur auf Samstag, den 6.05 (also morgen!) verschoben. Außerdem wurde die Veranstaltung auch örtlich verlegt.

Statt wie geplant am Hauptbahnhof zu starten und durch Innenstadt und Kreuzviertel zu ziehen, werden die Neonazis jetzt versuchen, auf einer mit der Stadt vereinbarten Demonstrationsroute in Hiltrup zu marschieren. Als Anwohner hätte ich im Kreuzviertel sicherlich bessere Karten bei Kontrollen der Polizei gehabt, jetzt heißt es am Samstag, den Faschisten in Hiltrup, friedlichen aber energischen Widerstand entgegenzusetzten.

Die gemeinsame Veranstaltung des überparteilichen Bündnisses “Münster gegen Nazis” und des “Bündnis gegen Rechts” beginnt um 10:00 Uhr. Treffpunkt ist an der Ecke Marktallee/Hohe Geest. Wer hofft, den Aufmarsch wie beim letzten Mal durch zivilen Ungehorsam verhindern zu können, sollte allerdings versuchen, am Ort des Geschehens zu sein, bevor die Polizei mit ihren großräumigen Absperrmaßnahmen beginnt.