Aus für “Pops tönende Wunderwelt”

Wie ich eben vom geschwätzigen Moderator hören musste, wird Pops tönende Wunderwelt, die wohl dienstälteste Radiosendung Deutschlands, eingestellt. Am 23. September gibt es eine Abschiedsparty in Bremen, 25. September eine 4stündige Abschiedssendung und danach ist Schluss, aus, Ende und vorbei.

Ein schwerer Schlag, den ich erst mal verdauen muss. Für mich hieß es die letzten 24 Jahre mehr oder weniger regelmäßig “Sonntag Abend gehört Paul E. Pop.” und ich weiß nicht, was ich jetzt nach dem Tatort machen soll.

 

Ohne Worte

Ich wußte es immer: Irgendwann kommt der Tag, an dem ich einen Eintrag in meinem Blog “Ohne Worte” betitle. Heute (an meinem 31. Geburtstag) ist es soweit:

Ich hätte nie gedacht, dass man so nah an den Jungs dran sein kann. Manchmal standen Bill und Tom direkt vor uns und haben gewunken. Wir finden alle vier Bandmitglieder toll, die sind uns alle sympathisch, auch Gustav und Georg. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, mich in einen anderen Jungen zu verlieben. Tokio Hotel sind einfach toll, nicht nur vom Aussehen her, sondern auch vom Charakter.

Die 15jährige Denise im Spiegel. (Hervorhebung von mir)

Albert Mangelsdorf ist tot

Albert Mangelsdorff ist gestern nach längerer, schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren in seiner Heimatstadt Frankfurt gestorben. Der Posaunist galt als einer herausragensten Jazz-Musiker Deutschlands und war Mitbegründer des United Jazz & Rock Ensemble.

Schon im Alter von 12 Jahren kommt Mangelsdorff zum Jazz, kann seiner Liebe zur Musik aufgrund der politischen Verhältnisse nur heimlich nachgehen. Nach dem Krieg wird er Berufsmusiker in einer Big Band, wo er anfangs allerdings Gitarre und die Geige spielt, bis er 1947 schließlich komplett zur Posaune wechselt.

Ab 1955 spielt Mangelsdorff beim “Radio-Tanzorchester des Hessischen Rundfunks”. Nach zwei Jahren und Enttäuschung über den “verschnulzten Kram” übernimmt er die Leitung des Jazz-Ensembles des HR. 1961 gründet er sein eigenes Quintett. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Heinz Sauer erweist sich als richtungsweisend für die weitere Entwicklung des Jazz in Deutschland.

Am 5. September wäre Mangelsdorff 77 Jahre alt geworden.

Die komplette Biographie gibt es auf den Jazzpages. Mangelsdorff war übrigens nicht in den 50er Jahren Lehrer und Soloposaunist an der Frankfurter Oper, wie viele Zeitungen unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur fälschlicherweise berichten. Vielmehr nahm er zu dieser Zeit Posaunenunterricht bei dem Soloposaunisten der Frankfurter Oper Fritz Stähr.

Germany – Four Pionts!

Ex-”Deutschland sucht den Superstar”-Teilnehmerin Gracia hat soeben mit ihrem Titel “Run and hide” beim Eurovision Song Contest mit sensationellen 4 Punkten den letzen Platz für Deutschland erreicht. Glückwunsch!

Die Bildzeitung morgen wird aller Vorraussicht nach etwas von “Grand Prix-Schande für Deutschland!” oder “Schade Gracia” titeln und die SPD die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen verlieren.

Surf: Teen Planet

Surf: Teen Planet-AlbumcoverErscheinungsdatum: 15. November 2004
Label: Smd Hom (Sony BMG)
ASIN: B0002X78FA

Mal wieder eine deutsche Band, die mein persönliches Album des Monats stellt: Die Berliner Surf mit ihrem zweiten Album “Teen Planet”.

Bekannt dürften die 3 Jungs vor allem für ihren letzten Hit “I’m a boy” sein, der mir ehrlich gesagt nicht so zugesagt hat, was mich auch lange davon abgehalten hat, mir dieses Album zu besorgen. Die erste Single des neuen Albums, das Titelstück “Teen Planet” hat es dafür um so mehr in sich. Erinnert an Devo in ihrem besten Zeiten!

One Night in Bangkok

Mal wieder ein absoluter Tiefschlag: Die “Vinylshakerz” haben sich “One Night in Bangkok” von Chess vorgenommen, einmal durch den Wolf gedreht und wiederveröffentlicht.

Viele Frauen, wenig Kleidung, viel Schaum. Warum man im Video aber die ganze zeit Bilder aus Hong Kong sieht, bleibt das Geheimnis des Regisseurs.

Interpol: Antics

Interpol - Antics-AlbumcoverErscheinungsdatum: 7. September 2004
Label: Canada (Megaphon Importservice)
ASIN: B0002PD3HU

Kennt Ihr das? Da kauft man sich eine CD, hört sie und packt sie direkt wieder weg. Antics von Interpol war bei mir so ein Fall. Ich hatte mir die CD nach mehren guten Kritiken auf gut Glück (also ohne Probehören) geholt und war vom ersten Eindruck nicht begeistert.

Antics ist also ein Album, daß man defitiv mehr als 2-3 Mal hören muß, bevor man damit warm wird. Aber je öfter man die Platte hört, desto besser geht sie runter, insbesondere der Gesang von Paul Banks. Musikalisch könnte man Interpol aufgrund ihrer New Yorker Herkunft und eines gewissen Gitarrensounds vorschnell in eine Liga mit den Strokes oder Hives einordenen, doch der Schein trügt. Ihre nächsten Verwandten dürften eher britische Bands wie Joy Division oder die Smiths sein.

Wer also auf guten, ehrlichen Rock mit einer gehörigen Portion Melancholie und Pathos steht, sollte sich diese Album unbedingt anhören. Mehrmals.

Mehr auf der offziellen Interpol Homepage

Das rosa Rauschen

Unter Berufung auf eine nicht näher genannte Fachzeitschrift berichtete die Münstersche Zeitung gestern folgendes:

Boxen erst einspielen

Neu gekaufte Lautsprecher-Boxen klingen erst nach einer gewissen Betriebszeit optimal. Um möglichst schnell in den vollen Klanggenuß zu kommen, sollten daher die Lautsprecher eingespielt werden, rät eine Fachzeitschrift. In der Regel genüge es, die Anlage 24 Stunden lang auf Zimmerlautstärke mit einem so genannten Zwischenstationsrauschen aus dem Radio zu betreiben. Geeignet seien auch ein weißes oder rosa Rauschen von einer Test-CD. Schonender für die Ohren gehe es jedoch mit Musik – dafür dauere es jedoch länger. – gms

Münstersche Zeitung vom 22.07.2004

U.N.K.L.E – Do Andriods dream of Electronic Beats

Eine merkwürdige 3 CD Box, die ich neulich beim Plattenhändler meines Vertrauens sah. Obwohl das gute Stück schon älter ist und ich auch schon eine der 3 CDs ihren Weg auf meinen Computer gefunden hatte, mußte ich dieses seltene Exemplar natürlich sofort kaufen.

Die 3 CDs tragen die Namen Shin, Tai und Gi, mehr Informationen gite es aber nicht. Ist es dieses Mal nur James Lavelle oder haben da noch andere ihre Finger an den Reglern? Ist es überhaupt der Brite, schließlich steht auf der CD nur “Unkle Entertainment presents Unkle Sounds”… was immer das heißen mag. Das Fehlen eines Booklets macht die CD noch mysteriöser. Der geneigte Höhrer wird einige Samples den frühen DJ-Sets mit DJ Shadow wiedererkennen, wirklich neu ist die CD offensichtlich nicht, höchstens frisch veröffentlicht.

Alle CDs sind randvoll mit Musik, jeweils um die 77 Minuten durchgehender Mix. Der Shin-Mix ist etwas abgedreht, am Anfang sollte man sich nicht von der scheinbar springenden CD irritieren lassen. Der Rest ist extrem tanzbar!

Wer diese CD-Box also irgendwo mal rumstehen sieht, tut meiner Meinung nach gut daran, sie sich zumindest mal anzuhören. Für Fans von U.N.K.L.E oder DJ Shadow ist der Kauf Pflicht!

Mehr Informationen auf der offiziellen U.N.K.L.E. Homepage
Deutschsprachige Unkle-Biographie bei Laut.de

Melissa Auf der Maur: Auf der Maur

Nach mehr als 10 Jahren in diversen Bands legt die Bassistin Melissa Auf der Maur ihr erstes Soloalbum vor. Ich bin sehr angetan und habe ein neues Album des Monats.

Melissa Auf der Maur: Auf der Maur

1998 stieg Melissa bei Hole aus und nahm mit den Smashing Punpking das Album “Machina II/The Friends & Enemies Of Modern Music” auf und begleitete die sie auf ihrer letzter Tournee, bevor sich die Pumpkins dann auflösten.

Produziert wurde das Album zusammen mit Masters Of Reality-Kopf Chris Goss, außerdem sind unter anderem noch Josh Homme (Queens of the Stone Age) und Brandt Bjork (Ex-Kyuss, Fu Manchu) am Start, dementsprechend geht die Platte auch gut nach vorne. Mit “Taste You” habe ich meine Sommerhynme gefunden.

Abgesehen davon, daß es sich bei der CD um eine “Copy Controlled ©” CD handelt (mehr dazu hier), kann ich die Platte nur zum sofortigen Kauf empfehlen!

Weitere Infos auf der Offiziellen Auf der Maur Homepage.