Wahl ohne Gewinner?

Der Spiegel berichtet soeben in einer seiner „Eilmeldungen“, daß wir wahrscheinlich am 18. September nicht mit einem klaren Wahlergebnis rechnen könnnen. Daß es knapp werden dürfte, wird jedem nach den Umfragen klar sein, wohl jeder erinnert sich auch noch an die letzte Bundestagswahl, als sich Edmund Stoiber schon nach den ersten Prognosen als Gewinner feiern ließ, es dann aber nicht wurde. 6000 Stimmen trennten Regierung und Opposition.

Jetzt aber kommt es knüppeldick: Nach dem Tod einer NPD-Kandidatin wurde die Abstimmung im Wahlkreis 160 in Dresden abgesagt und um unbestimmte Zeit verschoben. Die Wahl soll dort bis spätestens zum ersten Oktoberwochenende nachgeholt werden, dafür braucht es einen neuen NPD-Kandidaten bzw. eine neue Kandidatin, neue Stimmzettel, neue Wahlbriefe u. v.a. m.. Knapp 220.000 Wähler umfasst der Wahlkreis 160.

Wenn also das Ergebnis der Bundestagswahl so knapp ausfällt wie beim letzeten Mal, könnten diese Wählerstimmen das Ergebnis entscheidend beeinflussen. 2002 hatte die CDU den Wahlkreis gewonnen.
Auf das amtliche Endergebnis der Bundestagswahl müssen wir in jedem Fall bis zu sechs Wochen warten, unter ungünstigen Umständen sogar auf die Frage, wer in Zukunft die Geschicke Deutschlands lenkt.

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