Alles geht

Ich bereue, dass ich nicht das USB-Kabel mitgenommen habe, denn dann könnte ich Euch jetzt schon Bilder schicken. Internetkaffees gibt es ohne Ende, technisch sind die echt fit hier und es gibt alles zu kaufen, wirklich alles. Das betrifft im übrigen auch die negativen Seiten: Der Sextourismus ist zumindest in den grossen Städten nicht zu übersehen und ist in meinen Augen sehr abstoßend. Damit meine ich nicht die Thai-Mädels, sondern viel mehr die Tatsache, daß junge Mädchen schon am frühen Nachmittag in Scharen in Bars auf Kundschaft warten (müssen).
Ansonsten: Braucht einer noch ein Bayern-Trikot für 5 Mark?

Und sonst?
Essen gut, Wetter gut, Gesundtheit gut!
(halt das, was man auf einer Karte so schreibt 🙂 )

Welcome to the Jungle

So gross, so grün, Wahnsinn. Nach nur 2 Stunden Autofahrt von Chiang Mai sind wir im tropischen Regenwald.

Die erste Stunde Autofahrt war harmlos, im Vergleich zu dem, was uns erwartete. Es ging über asphaltierte Straßen zügig Richtung Laotischer Grenze in das sogenannte goldene Dreieck. Von der Straße aus sehen wir vereizelte freilaufende Elefanten. Bei einem Zwischenstop wird der Proviant (Wasser!) noch einmal aufgestockt. Jetzt geht es nur noch über tief ausgewaschene Pisten hinauf in die Berge. Schon bald müssen wir vom Jeep runter, weil die „Schlaglöcher“ unglaubliche Ausmaße annehmen.

Völlig ausgewaschen, da hilft kein Allrad mehr.

Völlig ausgewaschen, da hilft kein Allrad mehr.

Die Regenfälle letzten Tage haben in unseren Weg tiefe Rinnen hinterlassen, die stellenweise einen halben Meter tief sind. Da hilft kein Allrad mehr. Eine halbe Stunde Zwangspause, während die Strecke mit groben Gerät präpariert wird. Danach dürfen wir den Jeep die Berge hochschieben -ziehen und -beten, bis die Strecke wieder besser wird. Wir sind jetzt oberhalb einer aufgrund der schwülen Hitze tief hängenden Wolkendecke und das Wetter klart etwas auf.

Ich komme mir vor wie auf irgendeiner Camel-Adventure-Tropy. Die letzten 3 Tage haben meine Ansichten von nass & trocken, sauber & dreckig, notwendig & Luxus grundlegend verändert. Trocken ist alles, was nicht tropft. Notwendig scheinen mir auf einmal nur noch meine Kleidung, Nahrung und ein überdachtes Schlaflager.

Ich bin froh, daß ich mein Mobiltelefon zuhause gelassen habe. Auch wenn ich davon überzeugt bin, daß es selbt hier im tiefsten Urwald funktionieren würde (Thailand ist mittlerweile übersät von Mobilfunkmasten), vermisse ich es kein Stück. Ich bin mir sogar sicher, daß mich irgendjemand von meinen Arbeitskollegen nachts rausklingeln würde, um mich zu fragen, ob ich für ihn arbeiten könne. Nein, ich bin verhindert.

Meine Digicam schlägt sich wacker, sie hat sogar einen Sturz von einem Elefanten und das Rafting auf Bambusflößen unbeschadet überstanden.

Das Unfassbare

Die Informationslage hier ist auch erstklassig, sodaß wir natürlich sofort von den schrecklichen Terroranschlägen in den USA gehört haben. Wir waren grade essen, als jemand mit den Worten „You have to see this“ CNN anschaltet. Das war kurz nach dem ersten Einschlag…
Wirklich schlimm, solche Bilder hat glaube ich noch keiner von uns gesehen. Wir hatten eine Amerikanerin auf dem Trek, die nach gegenwärtegem Stand einen guten Freund im WTC (sehr wahrscheinlich) verloren hat. Auch im Dschungel am Ende der Welt ist man nicht mit dem gewaltigen Leid abgeschottet.

Ich hoffe, die Lage entspannt sich etwas, bis wir am 8. wieder nach Hause fliegen.

Chiang Mai

Chiang Mai, ist die zweitgrößte Stadt Thailands. Kein Vergleich zu Bangkok, mit 160.000 Einwohnern zwar nicht gerade klein, auch sehr buisy, aber nett. Am Bahnhof werden die ankommenden Reisenden von Scharen von Schleppern erwartet, meist „Taxi“-Fahrer, die sich eine kleine Provision der Hoteliers verdienen wollen. Wir haben uns erstmal in einem Guesthouse eingemietet, einen Tag ausgespannt und die nähere Umgebung angeguckt, bevor wir dann zu einer der wohl eindrucksvollsten Erfahrungen meines Lebens aufgebrochen sind: Ein Trek durch den Regenwald.

Ein Chedi in Chiang Mai. An Blattgold wird nicht gespart.

Ein Chedi in Chiang Mai. An Blattgold wird nicht gespart.

Mehr Infos zu und eine Karte von Chiang Mai gibt es beim Lonleyplanet.

Nachtzug nach Chiang Mai

In Bangkok angekommen haben wir erstmal einen Schlag bekommen, sogar mehrere: Den ersten, als wir aus dem Flughafen kamen und nicht mehr innerhalb der Aircondition waren. Danach der obligatorische Kulturschock, wenn man sich mal so anguckt, was da alles abgeht: Superhighways, tausende von Leuten, die total hektisch durch die Gegend ziehen und was weiss ich was machen. Und weil wir auf den ganzen Stress keine Lust hatten (Bangkok machen ganz am Schluss bevor wir wieder fliegen), haben wir gleich den Nachtzug nach Chiang Mai genommen. Eine zügige und vorallem preiswerte Art der Vorbewegung in Thailand, eine sehr interessante Erfahrung dazu. Ich habe so gut wie kein Auge zugetan, aber dafür hatten wir viel Spass und haben schon viele Leute kennengelernt.

Blick durch den 2. Klasse Schlafwagen

Blick durch den 2. Klasse Schlafwagen

Als ich dann nach einer viel zu kurzen Nacht in einem stickigen Schlafwagen („2nd Class Fan“ für den Experten) aufgewacht bin und wieder aus dem Fenster gucken konnte, sah die Welt ganz anders aus: Alles grün, der Zug schaukelt über eine eingleisigen Strecke, die sich mitten durch den Dschungel schlängelt.

Früh morgens nähert sich der Zug Chiang Mai

Früh morgens nähert sich der Zug Chiang Mai

Nie wieder Charterflieger

Im September/Oktober 2001 bin ich mit meinem Guten Freund Carsten einmal quer durch Thailand gereist. Die Emails, die ich während des einmonatigen Aufenthalts in Asien geschrieben habe, habe ich später ins Blog gestellt und Fotos hinzugefügt.

Hallo allerseits!
Der Urlaub ist wirklich unglaublich, absolut klasse, usw. Ihr seht, uns geht’s richtig gut, aber erstmal der Reihe nach.

Nie wieder Charterflieger
Ich bin ja vorher erst einmal geflogen (nach Portugal war das damals) und das war ein Charterflieger. Dieses Mal sind wir Linie geflogen, und zwar mit Emirate Airlines. WOW!
Jeder hatte ein Touchscreen-Display vor sich, auf dem man zwischen 20 Radiostationen, 10 Filmen und 14 Videospielen waehlen konnte. Und als spezelles Gimmik noch 2 Onboardkameras, sodass man Start und Landung sehen konnte…

Touchscreen Konsole bei Emirate Airline
Touchscreen Konsole bei Emirate Airlines
Über das Essen und die Drinks will ich an dieser Stelle gar nicht reden, nur soviel: Ich hatte Lachsfilet, Wein, einige Gin Tonics und und und.

Bunte Gewehre

Bunte Gewehre für Israels Armee: Amerikanische PR-Experten haben der israelischen Armee einen eigenwilligen Vorschlag zum Aufpolieren ihres Images gemacht: Bunte Gewehre machten bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Palästinensern einen viel besseren Eindruck.

Spiegel Online vom 12.06.2001

Der Klassenerhalt

Vielleicht schaffen wir mit 17 Punkten ja den Klassenerhalt.

Gladbachs Stürmer Daniel Felgenhauer in einem Interview nach der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Versteigerung der UMTS-Lizenzen beendet

Bundesfinanzminister Hans Eichel kann sich freuen: Mit dem unerwartet hohen Ergebnis von 99.368.200.000 DM (50.806.153.909 Euro) wurde heute die Versteigerung der Lizenzen für die Zukunftstechnologie UMTS beendet. E-Plus und debitel mussten schon vorher aus dem Pokerspiel aussteigen, denn die späteren Sieger ließen sich die Lizenzen einiges kosten. Das Endergebnis in der Übersicht:

Lizenznehmer Erworbenes
Frequenzspektrum
DM
E-Plus Hutchison 2 x 5 MHz, 1 x 5 MHz 16.491.800.000
Group 3G 2 x 5 MHz, 1 x 5 MHz 16.568.700.000
Mannesmann Mobilfunk 2 x 5 MHz, 1 x 5 MHz 16.594.800.000
MobilCom Multimedia 2 x 5 MHz, 1 x 5 MHz 16.491.000.000
T-Mobil 2 x 5 MHz, 1 x 5 MHz 16.704.900.000
VIAG Interkom 2 x 5 MHz 16.517.000.000
  Gesamtsumme: 99.368.200.000

Weitere Infos bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post:
Die offizelle Pressemeldung: UMTS-Versteigerungsverfahren abgeschlossen
Die Versteigerung im Detail: Rundenergebnisse der UMTS-Versteigerung vom 31.07.-18.08.2000

Haider hat’s geschafft

Der politische Supergau: Die FPÖ des Rechtspopulisten Jörg Haider ist in der österreichischen Regierung. Die Empörung der weltweiten Presse ist groß – zu Recht!