Nachdem gestern das Urteil im Kartellverfahren gegen Microsoft verkündet worden war, hat Bill Gates heute vormittag seinen Rücktritt als Chef des Unternehmens bekannt geben lassen.
Macht und Widersprüche in Staatstheorien
Prof. Dr. Brigitte Young – Grundkurs IV Vergleichende Politikwissenschaft, WS1999
| Pluralismus | Institutionalismus | Klasse | |
| Situationamacht | |||
| Spezifische Strategien um politische Entscheidungen zu beeinflussen | Wähler und andere Gruppen konkurrieren um politschen Einfluß | Eliten in politischen Institutionen setzen Ressourcen für wichtige Entscheidungen ein | Kapital und Arbeiter; kämpfen in historischen; Momenten |
| Strukturelle Macht | |||
| Die interne Organisation des Staates | Der Staat ist ein sehr differenziertes Mosaik von Institutionen und Programmen offen für Lobbyaktivitäten | Der Staat ist eine autonome, herrschaftliche, technokratische Institution mit gesetzlicher Autorität, verhandlungsfähig mit privaten Organisationen | Der Staat hat eine bestimmte Form, die die kapitalistischen Verhältnisse reproduziert |
| Systemische Macht | |||
| Die gesellschaftlichen Funtionen des Staates | Ein konsensuales Wertesystem definiert die Grenzen der Staatsaktionen | Eine komplexe, verändernde Gesellschaft erzeugt technische und ressourcen-constraints für den Staat | Kapitalistische Tendenzen in Bezug auf ökonomische und politische Krisen begrenzen die Hegemonie des Staates und des Kapitals |
Quelle: Alford und Friedland, Powers of Theory, S. 10
* Während des Wintersemsesters 1999 habe ich Frau Prof. Young ein wenig bei Ihrem Grundkurs IV der Vergleichenden Politikwissenschaft mit Folien und bei ihrer Webseite unterstützt. Diese Materialien habe ich später nach und nach ins Blog gestellt.
Windows95 Shorcut-Sammlung
Mit der Tastatur navigiert es sich erheblich schneller als mit der Maus, deshalb habe ich mal angefangen, mir einige Shortcuts aufzuschreiben.
- Allgemein
| Alt | ins Menü wechseln |
| Tab | ein Feld weiter |
| Shift+Tab | ein Feld rückwärts |
| Strg+Tab | eine Registrierkarte weiter |
| Strg+Shift+Tab | eine Registrierkarte rückwärts |
| Alt+F4 | Anwendung schließen |
| Alt+Tab | eine Anwendung weiter |
| ALT+Tab gedrückt halten | Anwendung anhand des Icons auswählen |
| Alt+Shift+Tab | eine Anwendung rückwärts |
| Alt-Return | Eigenschaften (bei Dateien/Ordnern) |
| Vollbild/Fenster (in Dos-Fenstern) | |
| Strg+Alt+Enf | Taskliste/Herunterfahren |
| Strg+Esc | Startmenü |
| Enf | löschen |
| Enf+Return | löschen ohne Abfrage |
| Ent+Shift | löschen ohne Papierkorb |
| Shift+Return | Ordner im Explorer öffnen |
| Strg+Return | Ordner in einem neuen Fenster öffnen |
| Strg+X | ausschneiden |
| Strg+V | einfügen |
| Strg+C | kopieren |
| Strg+G | gehe zu Ordner |
| Strg+Z | rückgängig |
| Strg+A | alles markieren |
| Strg+F | suchen |
| Strg+F3 | Computer im Netzwerk suchen |
| Strg+Ende | bis zum Ende markieren |
| Strg+Pos1 | bis zum Anfang markiern |
| Strg+Pfeiltasten | mehrere Dateien wählen |
- Windows Taste
| Win | Startmenu | (sonst überStrg+Esc) | |
| Win + | E | Explorer | (nur Win95) |
| P (Printer) | Druckerordner | (nur Win95) | |
| F (find) | Suchen | ||
| K (Keyboard) | Eigenschaften von Tastatur | (nur Win95) | |
| C (Control) | Systemsteuerung | ||
| V | Zwischenablage | (nur Win95) | |
| L (logout) | Abmelden | (nur Win95) | |
| R (run) | Ausführen | ||
| M (minimize) | alle geöffneten Fenster minimieren | ||
| D (Desktop) | alle geöffneten Fenster minimieren | (nur Win98) | |
| M+Shift | Minimieren rückgängig machen | ||
| Pause | Eigenschaften von System | ||
| F1 | Windows-Hilfe | ||
| F6 | zwischen den nicht minimierten Fenstern wechseln | (nur Win98, nicht in Explorer-Fenstern,
da dort F6 die Adressleiste aktiviert) |
- F-Tasten
| F1 | Hilfe |
| F2 | umbenennen |
| F3 | Suchen |
| F4 | |
| F5 | aktualisieren |
| F6 | zur Adresseleiste wechseln, Feld weiter (wie Tab, nicht rückwärts) |
| F7 | |
| F8 | |
| F9 | |
| F10 | ins Menü wechseln (wie Alt, nicht rückwärts) |
| F11 | |
| F12 |
- Drag&Drop
| generell | Zielordner auf gleichen Laufwerk: | Verschieben |
| Zielordner auf anderem Laufwerk: | Kopieren | |
| bei Anwendungen: | Verknüpfung erstellen | |
| Shift | Verschieben erzwingen | |
| Strg | Kopieren erzwingen | |
| Strg+Shift | Verknüpfung erzwingen |
Shifttaste
| beim Rechtsklick auf eine Datei | „Öffnen mit“-Dialog |
| beim Einlegen einer CDrom | Autoplay überspringen |
Politische, kulturelle und soziale Dimensionen der Globalisierung
Westfälische Wilhelmsuniversität Münster
Institut für Politikwissenschaft
Seminar: Globalisierung, Arbeitsmarkt und Migration
Blockseminar vom 05.06-07.06.1998 im Franz Hitze Haus
Dozent: Dr. Ricardo Lagos
SoSe 1998
Referent: Christoph Wickert
05.06.98
Dimensionen der Globalisierung
- Definition:
„Globalisierung“ ist mittlerweile zu einem populärwissenschaftlichen Schlagwort geworden, in der Politikwissenschaft gibt es keine einheitliche Definition.
Minimaldefinition: Verdichtung und Intensivierung …
- inter- und transnationaler Beziehungen
- Verdichtung: Erhöhung der gegenseitigen Abhängigkeit
- Intensivierung: Erhöhung der Frequenz
- international: Kooperation von Nationalstaaten auf zwischenstaatlicher Basis
- transnational: Kooperation von Nationalstaaten auf überstaatlicher Basis
Darüber hinaus kann man Globalisierung anhand ihrer Phänomene beschreiben (siehe Punkt 3)
- Geschichtliche Entwicklung:
- Auftreten des Geldes im 6. Jh. v. Chr. in Kleinasien: Einführung des Geldwesens bewirkt eine Intensivierung der Handelsbeziehungen im gesamten Mittelmeerraum. Dies könnte man als eine erste Phase der Globalisierung darstellen.
- Industrialisierung: Einführung einer arbeitsteiligen Weltwirtschaft bewirkt eine zweite Phase der Globalisierung: Die Notwendigkeit des Rohstoffhandels steigt weiter.
Fazit: Somit ist die G. kein grundsätzlich neues Problem/Phänomen, jedoch eine Entwicklung von diesem Ausmaße ist relativ neu
- Phänomene der Globalisierung:
Ökonomische, ökologische, politische sowie sozio-kulturelle Globalisierung
- ökonomische G.:
- Rolle der transnationalen Konzerne in der Weltwirtschaft nimmt immer weiter zu (z.B.: Mineralölkonzerne): Diese multinationalen Unternehmen übersteigen mit ihren Umsätzen schon längst die Volkswirtschaften kleinerer Staaten.
- Vielfältige Interdependenzen durch umfassende Handelsverflechtungen
- Globalisierung der internationalen Finanzmärkte
- Zunahme Grenzüberschreitender Direktinvestitionen (Investitionen ausländischer Kapitalanleger)
- ökologische G.:
- Probleme können nicht mehr auf staatlicher Ebene gelöst werden (z.B. Treibhauseffekt)
- Notwendigkeit von Bündnissen und Regimen (z.B.: Weltbevölkerungskonferenz, Klimakonferenz) zur Bewältigung.
- politische G.:
- Einzelner Nationalstaat ist nicht mehr in der Lage, sich alleine zu verteidigen. Deshalb nimmt die Notwendigkeit miltärischer Bündnisse zu.
- „realwirtschaftlicher Abwertungswettlauf“ (Lafontaine) – Die westlichen Staaten treten in einen Wettstreit um die Unternehmen, damit Arbeitsplätze nicht abwandern: Reallöhne, Unternehmenssteuern und Sozialstan-darts werden immer weiter nach unten getrieben. Die Staaten stehen in direkter Konkurrenz zu den Schwellenländern, die mit Niedriglöhnen und noch nicht entwickelten Sozialstandarts die Unternehmen anziehen. Dies führt zu einem Wettbewerb der Sozial- und Gesellschaftssysteme
- sozio-kulturelle G.:
- Kommunikationstechnologie: Telefondirektwahl, Faxübertragung und Internet lassen die Menge grenzüberschreitender Nachrichten rapide anschwellen.
- Medien z.B. BBC oder auch MTV fungieren als weltumspannendes kulturtragendes Netzwerk, das Kultur quasi exportieren kann
- gestiegene Mobilität (Urlaub auf den Bahamas, Woodstock)
Literatur:
Baylis, John und Smith, Steve: The Globalization of World Politics. An Introduction to international Relations. Oxford 1997
Bredow, Wilfried v.: Turbulente Welt-Ordnung. Internationale Politik am Ende des 20. Jahrhunderts. Stuttgart 1994.
Meyers, Reinhard: Grundbegriffe und theoretische Perspektiven der internationalen Politik In: Grundwissen Politik. Bonn 1993.
Staatslexikon, hrsg v. d. Görres-Gesellschaft. Freiburg 1989.
Noack, Paul: Theorien der internationalen Politik. München 1984.
