Schweizer Armee marschiert in Liechtenstein ein

Aus Versehen natürlich, beeilte sich der Schweizer Militärsprecher zu versichern – und machte höhere Gewalt für den faux pas verantwortlich: Das Wetter sei so schlecht gewesen, dass der Kommandeur sich mit seiner Truppe in den Alpen schlicht verlaufen habe.

via: Tagesschau

Kein Grund zur Eile!

  Status Ihrer Störungsmeldung 39477092  
  Störungsnummer 39477092  
  Gestörtes Produkt Speedport 500V  
  Status 7  
  Annahmezeitpunkt 14.10.2006, 13:18 Uhr  
  Entstörungsfrist gemäß AGB 17.10.2006, 00:00 Uhr  
  Letzte Änderung 14.10.2006, 14:05 Uhr  

Die Tatsache, daß die Entstörungsfrist seit mehr als 6 Wochenen abgelaufen ist, beeindruckt meinen Provider offenbar nicht wirklich. Warum auch, er hat ja nichts zu befürchten: Störungen, Fristen zu ihrer Beseitigung oder gar Forderungen, die ich aufgrund einer andauernden Störung stellen kann, werden in den AGB mit keinem Wort erwähnt.

Messe-Rückblick

In den letzten Tagen bin ich auf 2 Messen gewesen: Vergangenen Freitag auf der „Medica 2006“ in Düsseldorf, gestern und vorgestern hier in Münster auf der „Business online„.

Auf der Medica habe ich mich den ganzen Tag in Halle 8 aufgehalten, um meinen Überblick über den Markt für Praxissoftware-Lösungen aufzufrischen. Positiv überrascht hat mich, daß es mehr linuxbasierte Lösungen gibt, als ich dachte. Das von einigen totgesagte „David“ bzw. „David X“ lebt noch, erfreut sich bester Gesundheit und wird allen Unkenrufen zum Trotz stetig weiterentwickelt. Neu hinzugekommen ist eine Linux-Version des kleinen aber feinen Programms „Arztpraxis Wiegand“ und Dr. Claudia Neumann, die maßgeblich für die Portierung verantwortlich ist, ist eine kompetente Ansprechpartnerin auch für andere Linux-Themen. Endlich mal mit jemandem fachzusimpeln, der weiß, wer „Etch“ und „Sid“ sind. 😉

Negativ anzumerken sind die vielen meiner Ansicht nach lieblosen Programme: Oberflächen, die aussehen wie unter Windows 3.11, Farben, die Augenschmerzen verursachen und sich selbstverständlich nicht ändern lassen (obwohl man sonst alles einstellen kann) und schwerfällige, aufgeblähte Programme, die alles können, aber wichtige Grundfunktionien unnötig komplizieren. Häufig benötige Routineabläufe sind nur über unmögliche Shortcuts zu erreichen und in einigen Fenstern geht es wirklich nur mit der Maus weiter, wenn man nicht 20 mal TAB und Return drücken will. Eine schnelle und intuitive Bedienung per Tastatur ist ausgeschlossen.

Wenn man dann sieht, wie weit es einge Anbieter mit solchen Programmen bringen und was für riesige Stände sie sich auf der Messe leisten, fragt man sich wirklich, ob sich die Qualität oder der größte Finanzaufwand durchsetzt. Mein Tip: An solchen Ständen alle Werbegeschenke abgreifen und so viel essen und trinken wie es geht, um der Firma maximale Kosten zu verursachen. 🙂

Die „Business Online“ war für mich weitgehend uninteressant, wenn man von conceptCMS der Firma mm-concept mal absieht. Deshalb habe ich mich fast die ganze Zeit auf dem der Messe angeschlossenen „linux.forum/nrw“ aufgehalten und mir die Vortäge dort angehört. Die hatten es in sich: Erstklassige Referenten wie beispielsweise Marcel Holtmann vom Bluez-Projekt oder Ralf Spenneberg von Open Source Training haben Vorträge zu Themen wie „Sicherheit von Wireless Technologien“, „Virtualisierung mit XEN“ oder „Serverüberwachung mit Nagios“ gehalten. Zielgruppe der meisten Vorträge war allerdings ein zwar interessiertes aber wenig vorgebildetes Publikum, so daß ich mich manchmal doch gelangweilt habe. Trotzdem habe ich mir fast alle Vorträge angehört und kann nur jedem empfehlen, nächstes Jahr ebenfalls das „linux.forum/nrw“ zu besuchen. Es lohnt sich!

Blog Spam

Da der Blog-Spam für mich unerträgliche Ausmaße angenommen hat (bis zu 20 Benachrichtigungs-Mails am Tag), wird dieser Blog seit einigen Minuten durch Spam Karma 2 geschützt. Danke, Dr. Dave!

Umgezogen

Die letzten 3 Monate waren doch ziemlich anstrengend (deshalb auch wenig gebloggt), aber das sollte jetzt mit dem Umzug erledigt sein. Die Fakten in Kürze:

  • neue Adresse: Oberschlesier Str. 65, 48151 Münster
  • Telefonnummer bleibt vorerst, ändert sich aber in ein paar Wochen
  • 2 nette Mitgebewohner
  • 21 m2
  • 1 Wohnzimmer
  • DSL 6000 🙂

P.S.:

  • … den Leihwagen eben noch einmal an einem geparkten Auto entlangziehen (unbezahlbar) 😡 Da fährt man unfallfrei über 30.000 Kilometer mit irgendwelchen Bullis, Transits, Sprintern und was es sonst noch so gibt, aber schafft keine 30 Kilometer in Münster.

Telekomiker

Anruf bei der DSL-Neukundenhotline für Geschäftskunden. Ein Drama in 3 Akten.

AKTEURE:

Ein Kunde

Zwei Telekomikerinnen

Zwei Telekomiker

1. AKT

Kunde: Wir haben Freitag DSL bekommen, hat alles wunderbar geklappt, aber schon am Montag war die Leitung tot. Eben gerade hat mich ein Kollege von Ihnen informiert, daß die Leitung wieder steht, aber jetzt komme ich nicht mehr ins Netz, weil der Router mir sagt, Benutzername und Passwort seien ungültig. Verstellt haben wir aber nichts.

Telekomikerin 1: Aha. Ihre Kundennummer bitte?

Kunde: 178……

Telekomikerin 1: Moment, ich schau mal. … Ja, Ihre Flatrate wurde heute mittag deaktiviert.

Kunde: Und warum?

Telekomikerin 1: Kann ich Ihnen nicht sagen. Haben Sie sie denn nicht gekündigt?

Kunde: Wie denn, wenn wir sie erst Freitag bekommen haben?

Telekomikerin 1: Ja, das ergibt keinen Sinn. Kann ich Ihnen also auch nicht erklären. Hoffentlich erreiche ich im Backoffice noch jemanden. Ich melde Sie an und verbinde Sie.

Kunde: Danke.

(Musik)

2. AKT

Telekomikerin 2: Was kann ich für Sie tun?

Kunde (unsicher): Ich weiß nicht, inwiefern sie schon von Ihrer Kollegin über den Sachverhalt informiert sind…

Telekomikerin 2: Gar nicht, Sie wurden einfach durchgestellt.

Kunde: Ich sollte angemeldet werden, aber egal: Am Freitag haben wir DSL bekommen … (lange Erklärung)

Telekomikerin 2: Ich verstehe. Ich schau mal, was ich machen kann.

(Stille)

Telekomikerin 2 (entsetzt): Oder sind Sie etwa Geschäftskunde?

Kunde: Würde ich behaupten. Ich habe bei der Geschäftskundenhotline angerufen und der Anschluß nennt sich „T-DSL Business“.

Telekomikerin 2: Dann kann ich gar nichts für Sie tun, ich mach nur Privatkunden.

Kunde: ???

Telekomikerin 2: Einen Augenlick, ich verbinde!

Kunde: Danke.

(Musik)

3. AKT

Telekomiker 1: T-Com, Soundso mein Name, was kann ich für Sie tun?

Kunde: Wir haben Freitag T-DSL Business bekommen, Montag war die Leitung tot, mittlerweile steht sie wieder, aber… (noch längere Erklärung)

Telekomiker 1: Das ist nicht gut.

Kunde: Allerdings.

Telekomiker 1: Ich schau mal eben in ihre Historie: (nuschelt) Kunde bestellt … Kunde wünscht zusätzlich …

Kunde (ungeduldig): Ja, das ist uralt, darum geht es jetzt gar nicht.

Telekomiker (fährt fort): Kunde erscheint im T-Punkt … Kunde storniert …

Kunde (unterbricht): Nur weil der Mitarbeiter im T-Punkt uns das empfohlen hat!

Telekomiker 1 (unbeirrt): Techniker soll Anlage programmieren …

Kunde: … hat er auch, aber die Leitung ist mittlerweile auch schon wieder tot.

Telekomiker (verwirrt): Wie?

Kunde: Egal, da kümmern sich ihre Kollegen schon drum. Mir geht es jetzt ums Internet.

Telekomiker 1 (erklärend): Also hier steht: Nummer gekündigt…

Kunde: Nein, genausowenig wie die DSL-Flatrate. Wir haben gar nichts gekündigt.

Telekomiker 1: Am Freitag soll …

Kunde (vorwurfsvoll): … hat auch nicht geklappt …

Telekomiker 1 (zum Kunden): Also von einer DSL-Flatrate steht hier nichts!

Kunde: Wie bitte? Aber ich habe hier eine Auftragsbestätigung und ein Willkommensbrief.

Telekomiker 1: Von wann denn?

Kunde: Vom soundsovielten dieses Monats. Soll ich ihnen die Auftragsnummer geben, die oben auf dem Schreiben steht?

Telekomiker 1: Nein, damit kann ich nichts anfangen.

Kunde: ???

(Stille)

Telekomiker 1: Ah, jetzt habe ich’s

Telekomiker 1: Moment, bitte bleiben Sie dran, ich frage eben einen Kollegen.

Kunde: Danke.

Telekomiker 1 telefoniert mit Telekomiker 2 (leise): So, und wurde geschaltet am… und wer hat das wieder gekündigt? Wann? Soso… Aber das kann ich dem Kunden doch so nicht erzählen… Nein, das geht nicht… das ist total in die Hose gegangen… da müssen wir uns aber schämen, das geht auf keine Kuhaut, was da alles schief gelaufen ist… Hast du dir das mal angeschaut?… Nein, das kann ich doch nicht machen… (nachdrücklich) Das ist doch unglaublich sowas! … Kannst Du jetzt auch nicht? Hmm, was machen wir jetzt? (hörbar generft) Toll. Danke. Ja. Wiederhören.

Telekomiker 1 (fragend, zum Kunden): Hören Sie?

Kunde: Ja. (hämisch) Die ganze Zeit.

Telekomiker 1: Jetzt kann ich Ihnen immerhin schon mal Genaueres sagen: Ihr Benutzeraccount wurde um 11:52 deaktiviert.

Kunde: Das hilft mir wenig, das hat mir Ihre erste Kollegin auch schon gesagt.

Telekomiker 1: Wie??

Kunde: Na, die erste Kollegin, die ich am Telefon hatte, sagte, der Account sei heute Mittag gelöscht worden. Ob das jetzt um 11:52 oder wann auch immer war, ist mir ehrlich gesagt egal…

Telekomiker 1: Das wußte die schon?

Kunde: Zumindest konnte sie es mir sofort sagen.

Telekomiker 1: Woher wußte die das?

Kunde: Keine Ahnung, vielleicht durch einen Blick in ihre Kristallkugel? Scherz bei Seite: Ich dachte, das könnten Sie mir erklären.

Telekomiker 1: Nein, das kann ich leider nicht. Da müssen Sie Sich an die Hotline für DSL-Neukunden wenden. Das ist die 0800-33… Soll ich Sie verbinden?

Kunde (entsetzt): NEIN!

Telekomiker 1: Warum nicht?!

Kunde: Weil das genau die Nummer ist, die ich vor einer halben Stunde gewählt habe und die mich über 2 Zwischenstationen zu Ihnen geführt hat.

Telekomiker 1 (unsicher): Ähm… also… wirklich?

Kunde: JA!

Telekomiker 1 (hektisch): Ich ruf‘ Sie zurück… Morgen vormittag rufe ich Sie zurück.

EPILOG

Kunde: Ich will hier keinen falschen Eindruck erwecken. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sicherlich ihr Bestes gegeben. Wenn die Strukturen in einem Unternehmen unüberschaubar sind, kann der einzelne Mitarbeiter nicht mehr viel ausrichten. Und denkt nicht, daß es bei anderen Telekommunikationsunternehmen oder anderen Branchen nicht ähnlich oder gar schlimmer aussieht. Ich will mir nicht ausmalen, was der gleiche Anruf beispielsweise bei der kostenpflichtigen und meiner Erfahrung nach chronisch überlasteten Hotline von Arcor gekostet hätte.

Die T-Com hat sich heute förmlich entschuldigt und sehr kulant diverse Gutschriften angekündigt. Vielen Dank!