OpenSuSE online

Novell folgt Red Hat und wandelt SuSE Linux in ein Open Source Community Projekt um. Das bisherige SuSE Linux wird damit kostenlos, lediglich die Buisness-Versionen und der Support sind kostenpflichtig. Seit gestern ist OpenSuSE.org mit Webseite und CD-ISOs online.

Digital DJ unter Fedora Core 3

Den Ripper Grip kennt wohl ambitionierte jeder Linux Nutzer, das Tool DigitalDJ aber nicht, auch mir war es bisher unbekannt. DigitalDJ ist ein SQL-basiertes Frontend für beliebige MP3 Player, das mit Grip zusammenarbeitet. Legt man eine CD ein, wird ein entsprechender Datensatz in der (My)SQL Datenbank angelegt.

Alle meine CDs in einer SQL Datenbank, das wollte ich schon immer! Ich lade mir also das Binary digitaldj-0.7.5-1.i386.rpm runter und installiere es. Leider wird der Aufruf von ddj mit einem Speicherfehlern quittiert. Also lade ich mir das Source-RPM digitaldj-0.7.5-1.src.rpm

Damit das Paket gebaut werden kann, muß das Paket gdk-pixbuf-devel installiert sein:

yum/up2date install gdk-pixbuf-devel

Danach kann man das Paket neu bauen:

rpmbuild --rebuild digitaldj-0.7.5-1.src.rpm

Beim ersten Start versucht DigitalDJ, die benötigte MySQl Datenbank anzulegen. Solange kein MySQL-Rootpasswort vergeben wurde, klappt dies automatisch, wenn ein Passwort eingestellt wurde, muß dieses einmalig in den Optionen eingegeben werden. Genauere Informationen dazu und zur manuellen Installation der Datenbank finden sich in der ReadMe.

Wer Grip gewohnt ist, wird sich mit der verschachtelten Oberfläche schnell anfreunden können, Liebe zu den Gnome „Human Interface Guidelines“ sieht aber anders aus. Nun steht dem Musikvergnügen und Verwaltungswahn nichts mehr im Wege.

Adobe schluckt Macromedia

Wie ich erst heute mitbekommen habe, wird der kalifornische Grafikspezialist Adobe – bekannt für das Portable Document Format (PDF) – seinen Mitbewerber Macromedia (u. a. Flash) für rund 3,4 Milliarden US $ übernehmen.

Im Zuge eines Aktientausches erhalten die bisherigen Macromedia Aktionäre 0,69 Adobe Anteile pro Aktie. Bei dem Freitagsschlusskurs von 41,86 $ entspricht dies einem 25%igen Aufschlag gegenüber dem letzten Kurs der Macromedia-Aktie von 33,45 $. Die Vorstände beider Firmen empfahlen ihren Anteilseignern eine Annahme des Angebotes. Bis zum Herbst soll der Tausch abgeschlossen sein.

Die Pressemeldungen: Eine von Adobe und eine von Macromedia

TVTime: Probleme mit der RealTimeClock

Nach der Installation von Fedora Core 3 erscheint beim Start von TVTime folgende Fehlermeldung auf der Console:

Starte tvtime 0.9.15.
rtctimer: Cannot set periodic interval: Keine Berechtigung

Konfiguration des Zeitgebers (RTC) auf 1024 Hz fehlgeschlagen. Diese hohe Frequenz ist nötig, um ein ruckelfreies Bild zu gewährleisten. Bitte starten Sie tvtime mit root-Rechten oder erhöhen Sie die maximale RTC-Auflösung, indem Sie als root folgendes Kommando ausführen:
sysctl -w dev.rtc.max-user-freq=1024
Weitere Informationen finden Sie unter http://tvtime.net/.

Temporär läßt sich das Problem also mit
sysctl -w dev.rtc.max-user-freq=1024 beheben.

Damit „dev.rtc.max-user-freq = 1024“ auch nach einem Reoboot zur Verfügung steht, fügt man den Wert in /etc/sysctl.conf ein:
echo "dev.rtc.max-user-freq = 1024" >> /etc/sysctl.conf
! Wichtig: Zwei >, ansonsten wird der bestehende Inhalt der Datei gelöscht, anstatt die Zeilen anhzhängen!

Fedora Core 3 veröffentlicht

Seit heute gibt die neue, mittlerweile dritte Version von Fedora Core, dem Nachfolger von Red Hat Linux. Highlights der neuen Version sind u. a. Gnome 2.8 mit Evolution, KDE 3.3, und die stabilen Versionen von Mozilla Firefox und Thunderbird.

Wichtige Standardanwendungen wurden aktualisiert: Openoffice kommt als 1.1.3 und Gimp als 2.2. XFCE 4.2 hat es leider nicht mehr in Core 3 geschafft, allerdings gibt es RPMs als auf der XFCE Homepage.

Für Fedora Core 2 User lohnt ein Update meiner Meinung nach derzeit noch nicht, da die Fedora Extras noch nicht aktualisiert sind. Sie werden demnächst nicht mehr vom Fedora Project gehostet, sondern werden die Infrastruktur von Red Hat nutzen (inkl. Bugzilla).

Red Hat 9 Deutsch veröffentlicht

Seit heute gibt es das neuste Red Hat Linux 9 auch in Deutsch und in vielen anderen Sprachen. Die englische Version lag bereits seit März vor. Was ist neu?

Nach dem letzten Release, der Version 8.0 legt die amerikanische Softwareschmiede nun gleich Red Hat Linux 9 vor. Scheinbar hat man die Schwächen der vorherigen Version erkannt und deshalb auch keine 8.1 herausgebracht (angeblich gab es eine Beta, die auf den Namen ‚Phoebe‘ hörte), sondern einen Strich gezogen und mit ‚Shrike‘ ganz neu angefangen. Die neue Distribution umfasst 6 CDs, allerdings brauchen nur Entwickler die CDs 4 bis 6 mit den Quellen.

Die Installation hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert, wirkt insgesamt aber noch etwas glatter und einfacher. So wurde zum Beispiel der Mauscursor überarbeitet und kommt jetzt mit Antialiasing daher. Liebe zum Detail, technisch aber nicht viel neues. Keine 3D-Unterstützung für meine Nvidia Grafikkarte, aber das war auch nicht zu erwarten, das das entprechende Kernelmodul Closed-Source ist. Mit LCD-Displays tut sich die automatische Hardware-Erkennung nach wie vor schwer, von Hand konfiguriert läuft aber alles problemlos.

Nach der Installation hat man einen komplett eingerichteten aber sehr aufgeräumten Desktop vor sich. Insbesondere die verwirrende Anordnung der Programme im Startmenü, die es zuvor gegeben hatte, ist jetzt passé und alles findet sich da, wo es sein sollte. Das Red Hat eigene ‚Bluecurve‘-Design läßt die Unterschiede zwischen Gnome und KDE verschwinden. Gnome ist wie bei Red Hat üblich die Standardeinstellung. Die Integration der virtuellen Ordner von Gnome (‚Hier starten‘,’Systemeinstellungen‘) geht unter KDE 3.1 weiter. Ich kann mich schwer entscheiden, letztendlich bleibe ich mal wieder bei KDE, weil mich die neuen „Tabs“ (kennt man schon von Mozilla) im Konqueror so begeistern.

Nach der anfänglichen Freude machen sich aber auch Nachteile bemerkbar: Der DVD-Player Xine ist nicht mehr an Bord und XMMS fehlt – aus patentrechtlichen Gründen, wie einem eine freundliche Fehlermeldung beim Öffnen mitteilt – das MP3-Plugin. Beides läßt sich aber problemlos aus dem Netz nachinstallieren.

Ansonsten lässt die Softwareauswahl kaum Wünsche offen: Open Office 1.0.2 sollte für die meisten Anwender mehr als ausreichen. Zum Surfen im Internet stehen Mozilla 1.2.1 und die Browser Galeon bzw. Konqueror der Desktopumgebungen Gnome und KDE zur Verfügung, ebenso wie deren Emailclients Ximian Evolution bwz. Kmail. Von allem also reichlich und die Auswahl der Software bleibt – bis auf Klassiker wie Gimp – dem Geschmack des Anwenders überlassen.

Die Hardware-Unterstützung wurde weiter verbessert. KDE verfügt jetzt über zumindest eingeschränkte Brennerunterstützung, ühnlich wie bei Windows XP kann man sofort CDs brennen. Kabellose Netzwerke oder DSL-Verbindungen lassen sich bequem einrichten, Digitalkameras und USB-Geräte werden besser unterstützt. Für Besitzer der Fritzcard DSL gilt: Die CAPI-Unterstützung ist bei Red Hat bereits seit Version 8.0 im Linux-Kernel enthalten, das Übersetzen der restlichen Module sollte kein Problem darstellen.

Sonst bleibt vieles beim Alten und Altbewährten, so dass der Kenner keine Überraschungen erlebt.

Fazit: Stegige Evolution. Mit der Linux 9 legt Red Hat eine solide Linux-Distribution vor, die die Erwartungen erfüllen kann. Die Versionsnummer scheint im Vergleich zu einer aktuellen SuSE Distribution allerdings etwas zu hoch gegriffen, Schuld daran ist ist wohl die eher schwache Version 8.0. Wer regelmäßig mit dem Red Hat-Tool ‚up2date‘ sein System aktualisiert, ist sollte auch jetzt schon auf der ’sicheren Seite‘ sein. Ich habe genau das schon länger nicht mehr gemacht und deshalb werde ich in den n&auml:chsten Tagen upgraden (momentan benutze ich noch die 7.3 und konnte für diesen Test auch nur mal kurz mit einer englischen 9.0 arbeiten). Dabei empfehle ich allen, die schon viele Veränderungen in ihrem Betriebssystem vorgenommen haben, eine Neuinstallation an stelle eines Updates. Ansonsten gilt wie immer: Never touch a running System!

Elektronischer Müll nimmt zu

Wie der Spiegel berichtet, nimmt unerwünschter Werbung, gemein hin Spam genannt, dramatisch zu.

Waren im Jahr 2001 etwa 8 Prozent aller verschickten Mails in den USA Spam, liegt die Quote mittlerweile bei mehr als 30 Prozent. Der durchschnittliche deutsche Internet-Nutzer wird in diesem Jahr rund 700 Werbemails erhalten, für US-Bürger rechnen Experten sogar mit 2500 Briefen.

Zeit, sich ernsthaft um eine Spamfilter zu kümmern oder sich eine 2. Email Adresse zuzulegen.

Von Windows nach Linux drucken

Wie druckt man von einem Windows-Rechner aus auf einem Drucker im Netzwerk, der an einer Linux-Box hängt? Muß dazu Samba installiert sein? Nein, es geht auch ohne, wie, das seht ihr hier.

    Methode 1: Standard TCP-IP Drucker-Port

Von Windows NT, 2000 und XP nach Linux drucken
Hinweis: Um die folgenden Einstellungen vorzunehmen braucht man Administratorrechte!

"START" -> "Einstellungen" -> "Drucker"

"Neuer Drucker" -> "Weiter" ->

"lokaler Drucker" (obwohl es ein Netzwerkdrucker ist) ->

"Automatische Druckerkonfiguration und Installation von Plug & Play Treibern" deaktivieren und "Weiter"

"Einen neuen Anschluss erstellen" auswählen als Typ "Standard TCP/IP Port" angeben.
„Weiter“ (2 mal, weil’s so sch&oouml;n ist)

Bei „Druckername oder IP-Adresse" die IP des Linux-Druckerservers angeben. "Portname" wird automatisch ausgefüllt. "Weiter"

Besitzer einer Firewall werden jetz ein paar Meldungen bekommen, das der „Windows-Explorer“ oder das „SpoolSubSystem“ ins Netzwerk wollen.

Nach einer Weile beklagt sich Windows, dass es das Gerät nicht automatisch identifizieren konnte, deshalb auf "Benutzdefiniert" klicken und bei den "Einstellungen" als Protokoll "LPR" auswählen.
Unter "LPR-Einstellungen" kann der Name der Druckerwarteschlange eingtragen werden. Wird der Eintrag leer gelassen, wird der Standarddrucker der Linux-Rechners verwendet. Diesen kann man mit dem zu der jeweilgen Distribution gehörenden Druckerkonfigurationstools festlegen, dort erstellt man auch weitere Druckerwarteschlangen odere schaut deren Namen nach.

"LPR-Bytezählung" kann auch noch aktiviert werden, danach den "Standart-TCP/IP-Portmonitor"-Dialog mit "OK" schliessen.

Dann noch mal "Weiter" und zu guter Letzt, nach einem Blick auf die fertige Konfiguration, den Vorgang "Fertigstellen". Jetz sollte man in der Lage sein, die Testseite zu drucken. Kann unter Umständen beim ersten Mal etwas dauern. Klappt das nicht, sollte man sich den angebotenen „Ratgeber zu Druckerproblemen“ zu Gemüte führen und sich die Logdateien auf dem Linux-Server anschauen.