Good Bye Gerd

Gerhard Schröder hat heute auf dem SPD-Parteitag in Karlsruhe mit einer bewegenden Rede Abscheid von seiner Kanzlerschaft genommen. Die Deligierten dankten ihm mit minutenlangen stehenden Ovationen, Schröder und (Ex-)Finanzminister Hans Eichel waren zu Tränen gerühert.

Es ist sicherlich zu früh, ein Urteil über die Kanzlerschaft Gerhard Schröders zu fällen. Politik- und Geschichtswissenschaft werden dies sicherlich in den nächsten Jahren – mit gesunder zeitlicher Distanz – nachholen. Ich nehme Schröders Abschied zum Anlaß, ein Foto ins Blog zu stellen, daß ich am 12. September, also bei einem seiner letzten Wahlkampfauftritte, hier in Münster geschossen habe.

Gerhard Schröder in MünsterGerhard Schröder am 12.09.2005 auf dem Domplatz in Münster

Wer einen Gang Schröders in die Wirtschaft erwartet hatte, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Der italienische Künster Bruno Bruni, ein guter Freund Schröders, sagte dem Südwestfunk, Schröder wolle anfangen zu Malen und habe sich bereits Leinwände zugelegt.

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1 Kommentar

  1. Erst hieß es Kunst und ein wenig Juristerei, dann Beraterjob in der Schweiz, jetzt wird Schröder Aufsichtsratschef der „North European Gas Pipeline“. Dieses Unternehmen, ein Gemeinschaftprojekt des russischen Gasmonopolisten Gazprom der BASF und E.ON, baut und betreibt eine Pipeline von Rußland nach Deutschland. Ganz zufällig wurde dieses Projekt unter der Regie von Schröder und seinem besonderen Freund Putin beschlossen…

    Ich bin doch etwas sprachlos, muß ich zugeben.

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