Fritz!Box und ältere WLAN-Geräte

Wer eine halbwegs aktuelle FRITZ!Box aber ältere WLAN-Geräte hat, kennt das Problem vielleicht: Obwohl die FRITZ!Box im WPA2 + WPA3-Modus läuft, können sich ältere Geräte, die nur WPA2 beherrschen, nicht verbinden. Bei mir war das der Fall mit einem alten TP-Link TL-WA850RE WLAN-Repeater.

WPA3 zu deaktivieren kam für mich nicht infrage, aber zum Glück gibt ab es FRITZ!OS 8.00 unter WLAN → Sicherheit die Option Sicherheitseinstellungen für den WLAN-Zugang auf eine erhöhte Kompatibilität für ältere WLAN-Geräte optimieren. Sie aktiviert WPA2 auf dem 2,4 Ghz-Band und erlaubt Anmeldungen ohne Protected Management Frames (PMF), so dass sich mein alter Repeater verbinden kann.

Allerdings sollte man diese Option nur nutzen, wenn man sie wirklich benötigt. Erstens sollten heute alle Geräte PMF unterstützen, ist es doch Bestandteil des bereits 2009 verabschiedeten IEEE 802.11w-Standards. Überprüfen kann man das unter Linux mit
grep MFP_CAPABLE /sys/kernel/debug/ieee80211/*/hwflags und unter Windows mittels netsh wlan show driver. Zweitens kann die Änderung dazu führen, dass bei neuen Geräten keine Wi-Fi 7-Verbindungen mit Multi-Link-Operation (MLO) möglich sind. Das beherrscht meine FRITZ!Box aber ohnehin nicht, also verliere ich hier nichts. Ich darf nur nicht vergessen, PMF wieder verpflichtend zu machen, wenn ich den Repeater aussortiere. Dazu dieser Artikel – vielleicht hat ja jemand das gleiche Problem.

Lesbare Domain-Namen mit MyFRITZ!

Damit FRITZ!Box-Nutzende auch von unterwegs auf ihren Router oder ihr Heimnetz zugreifen können, gibt es den Online-Dienst MyFRITZ!, der – neben anderen nützlichen Funktionen – dynamisches DNS bietet.

Zur Nutzung muss man zuerst die FRITZ!Box registrieren. Nach der Anmeldung am Portal sieht man die Geräteübersicht. Ein Klick auf eine FRITZ!Box leitet auf ihre Benutzeroberfläche weiter, allerdings unter einem automatisch genierten Domain-Namen im wie kupzflvxinzjbygz.myfritz.net, den sich garantiert niemand merken kann. Die Möglichkeit, einen lesbaren Namen wie beispiel.myfritz.link zu vergeben, ist leider gut versteckt.

  • Klickt oben rechts auf Eure E-Mail-Adresse und dort auf Einstellungen von MyFRITZ!Net.
  • Klickt in der Navigation links unten auf MyFRITZ!-Adressen verwalten.
  • Klickt auf das Stift-Symbol hinter der FRITZ!Box.
  • Wählt Eigene MyFRITZ!-Adresse erstellen und vergebt einem Namen mit mindestens 8 Zahlen und/oder Buchstaben.
  • Damit ihr nicht bis zur nächsten Zwangstrennung warten müsst, verbindet Eure FRITZ!Box neu. Geht dazu in ihrer Oberfläche auf Internet → Online-Monitor → Verbindungsdetails → Neu verbinden.

Sobald die FRITZ!Box wieder online ist, findet Ihr sie in der MyFRITZ!-Geräteübersicht unter der neuen Adresse. Viel Spaß!

Windows Vista: Ruhezustand (re)aktivieren

Problem: Nach dem Bereinigen der Fesplatte mit aktivierter Option „Ruhezustandsbereinigung“ (löscht die Datei hiberfil.sys), ist der Ruhezustand (Hibernate) nicht mehr verfügbar. Im Startmenü und in der Systemsteuerung findet sich stattdessen nur noch der „Energie sparen“ genannte Standby-Modus, keine Spur mehr vom Ruhezustand.

Lösung: Als Administrator die Eingabeaufforderung öffnen und

powercfg -H on

eingeben. (Wenn jemand weiß, wo das graphische Äquivalent versteckt ist, bitte kommentieren)

powercfg /?

für weitere Optionen, alle Energiesparpläne und -Einstellungen lassen sich praktisch skripten.

Respekt, HP!

HP Druckerinstallation

Kann mir jemand erklären, warum die Installation eines HP All-in-One-Gerätes einen Gigabyte Festplattenplatz braucht und – selbst wenn alles glatt läuft – eine geschlagene Dreiviertelstunde dauert? Überflüssig zu erwähnen, daß man nach der Hälfte der Zeit noch einmal irgendein Popup bestätigen muß, bevor das Setup zehn weitere Minuten später mit einer unverständlichen Fehlermeldung abbricht. Das Problem ist bekannt, aber keiner der Lösungsvorschläge des HP-Supports hatte wirklich Erfolg: Das Installationsprogramm brach nur später mit einer anderen, ebenso unverständlichen Meldung ab.

Die Lösung war dann doch ganz einfach: Genau das Gegenteil von dem machen, was der HP-Support sagt! Also nicht „das neueste Microsoft .NET Framework über Windows Update“ herunterladen, sondern alle .NET Runtimes deinstallieren, auch alle Updates dafür. Das wunderbare HP All-in-One-Setup installiert dann eine ungepatchte Version 1.1 von der Installations-CD. Nur mit dieser läuft die Installation bis zum Ende durch (einige Dateien werden „on the fly“ kompiliert) und erst danach darf man die notwendigen Sicherheitsupdates und Bugfixes von Microsoft (wieder) installieren.

Globale Dateinamenskonventionen unter Windows

Die Einschränkungen bei der Vergabe von Dateienamen unter Windows sind doch schlimmer, als ich dachte:

Do not use the following reserved device names for the name of a file: CON, PRN, AUX, NUL, COM1, COM2, COM3, COM4, COM5, COM6, COM7, COM8, COM9, LPT1, LPT2, LPT3, LPT4, LPT5, LPT6, LPT7, LPT8, and LPT9. Also avoid these names followed by an extension, for example, NUL.tx7.
Windows NT: CLOCK$ is also a reserved device name.

Holla! Noch mehr Einschränkungen findet Ihr beim Microsoft Developers Network

Opera für lau

„Wir werden unseren Benutzern immer das beste Interneterlebnis bieten – egal mit welcher Maschine. Heute erhält die Mission neue Dimensionen.“ Große Worte, die Opera-Chef Jon Stephenson von Tetzchner von sich gibt. Allerdings nicht ohne Grund: Opera, der wohl schlankeste und schnellste Browser auf dem Markt, ist ab sofort Freeware.

Schon vorher gab es eine Gratisversion des Browsers, diese nervte aber ihre Benutzer mit einem eingebauten Werbefenster so lange, bis sie bereits waren, 40 US-$ bzw. 34 Euro zu für die Vollversion zu zahlen, für Werbung völlig blind waren oder wieder zu einem anderen Browser zurückgekehrt sind. Damit ist jetzt Schluß, den Kampf um Marktanteile auf dem Browsersektor gewinnt man nicht mit einem kostenpflichtigen Produkt, während die Konkurrenzprodukte gratis sind.

Zusätzlich kommt Opera 8.5 mit neuen Features: Tabbed Browsing oder die Unterstützung von Skins, wie man es von Mozilla (Firefox) kennt sind Pflichtübungen, als Kür hinzugekommen ist eine umfangreiche Memory Funktion und sowie einige Sicherheitsfeatures. Viele gute Gründe, Opera mal auszuprobieren. Downoad unter http://www.opera.com/download/.

Böser Bildschirmschoner

Gleich noch ein Posting von der Fedora-Mailingliste hinterher. Leute gibt’s…

From: Tom Xxxx
An: fedora-list redhat com
Betreff: Screen Saver Not Funny
Datum: Mon, 19 Sep 2005 20:43:28 -0700 (Di, 05:43 CEST)

FC4 has a screen saver that replicates the scrolling text of a system
that has just experienced a kernel panic crash. The first and second
time I saw this I panicked! I almost went into reinstall system
mode, or even worse, start buying new hardware.

This is not amusing ! I’m now going to disable screen saver and just
power down the monitor.

Für alle Windows-Nutzer, die das mal nachvollziehen wollen, gibt es einen BlueScreen Screensaver.